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Das Wort "Quilt" (sprich: Kwilt) kommt aus dem Englischen und bedeutet wörtlich "Steppdecke". Ein Quilt besteht in der Regel aus drei Lagen: dem Quilttop (Quiltoberseite), der Füllung und der Unterseite. Diese drei Lagen werden durch einfache Vorstiche, die Quiltstiche, miteinander verbunden - diese Tätigkeit heißt "quilten". Mit dem traditionellen schottischen Kleidungsstück für Männer, dem Kilt, hat ein Quilt also nicht mehr zu tun, als das beide aus Stoff bestehen.

Patchwork und Quilten zählen zu den ältesten Volkskunstarbeiten. Die ältesten erhaltenen Patchwork-Quilts stammen aus Ägypten und sind noch heute in einem Museum in Kairo zu sehen. Zur Zeit der Kreuzzüge brachten die Kreuzritter dieses Kunsthandwerk nach Europa - sie trugen gequiltete Westen unter ihrer Rüstung. Die Technik des Zusammensetzens mehrerer Lagen textiler Gewebe, um wärmende und dekorative Kleidungsstücke und Decken herzustellen, verbreitete sich schnell in ganz Europa und war im Mittelalter besonders beliebt an Königshöfen, in Fürstenhäusern und Klöstern. Hergestellt wurden vor allem dekorative Gegenstände für die Kirche, wie Altartücher und Priestertalare, aber auch Kleidungsstücke und Bettüberwürfe.
In den folgenden Jahrhunderten wurden gequiltete Kleidungsstücke und Bettdecken nicht mehr nur in vornehmen Häusern hergestellt, sondern auch in den Hütten der einfachen Leute. Die Erkenntnis, das dick gepolsterte Decken und Kleidungsstücke mehr Wärme garantierten als einfache Lagen von Stoff, deckte sich mit den Bedürfnissen von Menschen, die im kalten Klima des nördlichen Europas lebten. Da zu dieser Zeit die Stoffe aufwendig von Hand gewebt wurden, wurden Stoffreste überwiegend funktionell zusammengesetzt. Später, als auch die feineren, buntgefärbten Stoffe aus dem Osten über die Handelskarawanen eintrafen, entwickelte sich Quilten zu einem häuslichen Handwerk.
Quilts gehörten zu den gebräuchlichsten Gegenständen, die im Gepäck der ersten Siedler nach Amerika gebracht wurden. Dort lebte diese Kunst fort, während sie in Europa im Wandel der Zeit und der Gesellschaft mehr und mehr in Vergessenheit geriet. Vom Zeitpunkt der Landung der ersten Siedler in der neuen Welt und der Urbarmachung des Landes an spielten die Qults eine sehr wichtige, oft lebensnotwendige Rolle. Zunächst wurden Reste von handgewebten und -gefärbten Stoffen ohne besondere Muster zusammen genäht, um aus der Not heraus wärmende Decken herzustellen. Die aus Europa mitgebrachten Quilts waren noch aus größeren Stoffstücken zusammengesetzt und im Medaillonstil aufgebaut; das Quilten diente hier hauptsächlich dekorativen Zwecken. Solch eine Fülle von Stoffen war in der Neuen Welt jedoch nicht vorhanden, so dass die Pionierfrauen jeden kleinsten Stoffrest aus alten Kleidern und Wäschestücken wiederverwandten. Aber nun gingen die Quilt-Herstellerinnen dazu über, aus der
Not eine Tugend zu machen und fingen an, Muster zu entwerfen und komplizierte und interessante Patchwok-Arbeiten anzufertigen. Das Patchwork in seiner heutigen Form ist somit eine Erfindung der "Neuen Welt", wenn auch seine Ursprünge aus dem Vorderen Orient und Europa stammen.

In den 1970er Jahren ist die Patchwork- und Quiltkunst in Amerika und etwas später auch in Deutschland wieder neu aufgeblüht. Es war wieder "in", Quilts herzustellen. Die heutigen Quilterinnen verwenden meistens Baumwollstoffe, die speziell für das Patchwork hergestellt werden; es gibt eine Vielzahl von Büchern, Zeitschriften und Internet-Angeboten, die sich mit Patchwork und Quilten beschäftigen.

Für den heutigen Betrachter gibt es viele Gründe, die Quilts so attraktiv erscheinen lassen: Die Freude am Betrachten, das Zusammenspiel von Formen und Farben, Gewebe, Struktur und Oberfläche; das Gefühl beim Anfassen, denn sie sind weich; man kann sich damit zudecken und sich darin einkuscheln. Als Bettdecken oder Kuscheldecken für das Sofa sind sie noch immer praktisch für das tägliche Leben und als Wandbehang werden sie zum Dekorationsstück.